Trotz Kritik: A661-Einhausung kommt fünf Jahre nach dem Ausbau

Die Einhausung der A661 soll erst 2038 fertig sein. Der Autobahnausbau mit Lärmschutzwänden erfolgt bereits 2033. Kritiker bemängeln die Lücke.

Im Mobilitätsausschuss hat der Autobahnausbaugegner Friedhelm Ardelt-Theeck den Zeitplan für die Einhausung der Autobahn A661 kritisiert. Die 1,3 Kilometer lange Einhausung zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße soll 2038 fertig werden. Hingegen will die Autobahn-GmbH des Bundes die A661 schon bis 2033 ausbauen – mit zehn Meter hohen Lärmschutzwänden.

„Ohne Euch hätte es den Lärmschutz an diesem Autobahnwahnsinn nicht gegeben“, sagte Daniela Mehler-Würzbach (Linke) zum Engagement von Ardelt-Theeck und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern. „Wir befürworten die Einhausung, aber wir wollen den Riederwaldtunnel nicht verschieben“, reagierte Sebastian Papke (FDP). „Es ist bedauerlich, dass es diese zeitliche Lücke gibt. Aber auch für die Zwischenzeit wird etwas getan“, führte Frank Nagel (CDU) mit Verweis auf den geplanten Lärmschutz aus.

„Wir planen eine Verwaltungsvereinbarung“, sagte Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne), dann werde die Autobahn-GmbH die städtischen Pläne berücksichtigen. Ohne Ausbau der A661 mit Lärmschutz darf der Riederwaldtunnel nicht in Betrieb gehen. Die Stadtverordneten votierten am Montag im Mobilitätsausschuss mehrheitlich für das Projekt, das circa 690 Millionen Euro kosten soll.

Von: Florian Leclerc