Zuschlag für Nachtfahrten mit KNUT abschaffen – RMV schafft längst Fakten
„Was der RMV für den Verbund längst als Standard erklärt, muss auch in Frankfurt gelten: Wer nachts mit dem Shuttle KNUT unterwegs ist, darf keinen Zuschlag zahlen – wenn der Dienst reguläre Linien ersetzt.“ Das fordert Frank Nagel, mobilitätspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, nach der aktuellen Mitteilung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes zur On-Demand-Mobilität.
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 ersetzt der On-Demand-Service KNUT im Frankfurter Norden mehrere kaum genutzte Buslinien in den Nachtstunden – unter anderem die Linien 28, 29, 39 und 63. Dennoch müssen Fahrgäste zusätzlich zum RMV-Ticket einen Komfortzuschlag zahlen. Die CDU-Fraktion hatte bereits im April per Antrag in der Stadtverordnetenversammlung gefordert, diesen Zuschlag für reine Ersatzfahrten abzuschaffen.
„Es kann nicht sein, dass die Stadt den Busbetrieb ausdünnt, durch ein flexibles On-Demand-Angebot ersetzt – und dann dafür auch noch extra kassiert. Das ist nicht bürgerfreundlich und schwächt die Akzeptanz“, so Nagel. Gerade in den späten Nachtstunden brauche es ein attraktives, verlässliches und tariflich einfaches Angebot. „Was früher ein Nachtbus war, ist heute ein Rufbus – aber es bleibt ein Teil des Nahverkehrs“, so der CDU-Verkehrspolitiker.
Brisant: In einer Pressemitteilung vom 4. Juni 2025 erklärt der RMV unmissverständlich, dass On-Demand-Shuttles bei der Ersetzung regulärer Linienverkehre zum regulären Tarif inklusive Deutschlandticket angeboten werden – „ohne Komfortzuschlag.“
Nagel fordert den Magistrat nun auf, entsprechend zu handeln: „Frankfurt darf hier nicht aus der Reihe tanzen. Wer sich auf den RMV-Tarif verlässt, muss auch nachts auf einen einheitlichen Preis zählen können – unabhängig vom Fahrzeugtyp.“
