Frankfurt am Main, 23. Febraur 2021 – Der Vorsitzende des Fachausschusses Verkehr der Frankfurter CDU, Frank Nagel, schlägt eine verbesserte Anbindung von Rödelheim und Sossenheim mit Schienenverkehrsstrecken vor:

„Die Gewerbegebiete in Rödelheim und Sossenheim verzeichnen ein starkes Wachstum. Weiterer Verkehrsdruck für den Bereich zwischen Rödelheim und Bockenheim erwächst aus dem kommenden Neubaugebiet ‚Schönhofviertel‘.“ Nagel ergänzt: „Die Buslinien M60 und M55 sind am Limit ihrer Kapazitäten. Es fehlen schienengebundene Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen in diesem Teil des Frankfurter Nordwestens. Deshalb muss mit dem neuen Gesamtverkehrsplan geprüft werden, ob der zukünftige RTW-Bahnhof in Sossenheim über Rödelheim mit einer Straßenbahn aus Bockenheim vernetzt werden kann.“

Nagel sieht in den Gewerbegebieten entlang Guerickestraße/Eschborner Landstraße und Westerbachstraße/Gaugrafenstraße großes Potenzial für zusätzliche Arbeitsplätze. „Allerdings ist die Verkehrsanbindung durch die Überlastung der Autobahnabfahrt Rödelheim der A 648 und durch die Busverbindungen ab Rödelheim-Bahnhof nicht attraktiv. Da werden auch die geplanten Taktverdichtungen und Verstärkerfahrten auf den Buslinien, die der neue Lokale Nahverkehrsplan vorsieht, nicht ausreichen“, fürchtet Nagel. Für ihn ist klar: „Wirkliche Verbesserung sind nicht in Sicht, da die Busse weiterhin im Stau stehen. Mittelfristig gibt es nur für den Westen Sossenheims mit der RTW deutliche Verbesserungen. Das reicht nicht.“

Wenn das Wohngebiet ‚Schönhofviertel‘ mit 2.500 Wohnungen hinzukommt, ist der Verkehrskollaps auch dort absehbar. Der Verkehrspolitiker schlägt deshalb zur Netzaufwertung im Rahmen des Gesamtverkehrsplanes die Prüfung von zwei Straßenbahnlinien vor. „Die geplante Linie 13 kann vom Industriehof verlängert werden über den Hausener Weg, Rödelheim Bahnhof, Westerbachstraße bis Sossenheim Bahnhof. Und vom Westbahnhof könnte eine Tram über das Schönhofviertel, die Postsiedlung, Biegwald, Industriegebiet Rödelheim zur Haltestelle von RTW und U7 im Praunheimer Gewerbegebiet fahren. Das wären aufgrund der Grünflächen und der Straßeninfrastruktur keine einfachen Projekte, sie bringen aber schnellere Verbindungen und deutlich höhere Fahrgastzahlen als auf den Buslinien.“

„Die Stadtteile rund um das Nordwestkreuz Frankfurt müssen über den ÖPNV besser miteinander verbunden werden. Als CDU wollen wir das über neue Schienenbahnstrecken erreichen“, so Nagel.