Verkehr muss besser geleitet werden
CDU fordert mehr Kontrollen an Veranstaltungstagen im Stadion
Niederrad – Die CDU-Fraktion im Frankfurter Stadtparlament fordert besseren Schutz der Anwohner von Niederrad bei Großveranstaltungen im Waldstadion. „An Spiel- oder Konzerttagen versinkt Niederrad regelmäßig im Verkehrschaos. Trotz bestehender Durchfahrtssperren wird der Stadtteil von ortsunkundigem Parksuchverkehr regelrecht überrollt“, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher Frank Nagel.
Das Chaos sei bei den aktuellen Konzerten wieder deutlich geworden. „Es ist höchste Zeit, dass der Magistrat hier nicht nur reagiert, sondern vorausschauend plant – gemeinsam mit den Veranstaltern und den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern.“
Durchfahrtssperren besetzen
Mit einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung setzt sich die CDU für ein umfassendes Verkehrskonzept ein, das insbesondere den Stadtteil Niederrad schützen soll. Die Initiative sieht unter anderem vor, dass die bestehenden Durchfahrtssperren im Umfeld des Waldstadions konsequent durch Ordnungskräfte besetzt werden. Zudem soll ein digitales Anwohnersystem eingeführt werden, mit dem sich Anwohner unkompliziert ausweisen und auch Besucher- oder Lieferverkehre kurzfristig anmelden können. Um ortsfremde Autofahrer gezielt aus den Wohngebieten herauszuhalten, werden eine verbesserte Ausschilderung sowie Umleitungsstrategien gefordert.
Ergänzt werden soll dies durch eine klare Kommunikation über Navi-Apps und Veranstalterportale. Nicht zuletzt fordert die CDU, dass sich Veranstalter auch finanziell an den verkehrslenkenden Maßnahmen beteiligen. „Es kann nicht sein, dass Anwohner den Preis für jedes Großereignis zahlen – in Form von Lärm, Staus und blockierten Einfahrten. Wir brauchen ein intelligentes System, das Mobilität ermöglicht und Wohngebiete schützt“, so Nagel.
Apps sollen Besucher leiten
Besonders wichtig sei die Verknüpfung analoger und digitaler Elemente – von der Beschilderung bis zur App-basierten Kommunikation mit Besucherinnen und Besuchern. Der Antrag sieht zudem eine Auswertung der Maßnahmen nach einem Jahr vor.
Erfolgreiche Komponenten sollen in ein dauerhaftes Konzept überführt werden. „Wir wollen die Lebensqualität in den Stadtteilen sichern – und dafür braucht es endlich eine Verkehrslenkung, die diesen Namen verdient“, so der Stadtverordnete.
