Freie Fahrt für Tram ins Gutleut

Sechs neue Stationen an der Gutleutstraße

Frankfurt – Die Stadtverordneten im Römer machen den Weg frei für die Straßenbahn ins Gutleutviertel. Im Mobilitätsausschuss stimmten am Montagabend die Fraktionen mehrheitlich für den circa 150 Millionen teuren Bau, darunter die Restkoalition und die FDP mit einem Änderungswunsch sowie die CDU.

Im Ausschuss zeigte die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq zwei Simulationen zur Verkehrsführung, die darlegten, dass die Fahrzeuge auf den umgebauten Straßen gut durchkommen werden. „Der Ortsbeirat hat mehrheitlich zugestimmt“, betonte Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne). Falko Görres (Grüne), Mitglied im zuständigen Ortsbeirat 1, lobte das Projekt unter anderem wegen der Radverkehrsführung.

Daniela Mehler-Würzbach (Linke) mahnte eine Grüngestaltung der Gutleutstraße an, die im Sommer sehr heiß werde. Allerdings verläuft unter der Straße eine große Abwasserleitung, die Baumpflanzungen verhindert. „Wir müssen das Projekt machen, damit die Straßenbahnen noch aus dem Depot fahren können“, sagte Kristina Luxen (SPD). „Auch von mir leider keine Kritik.“ „Die CDU lehnt die Planung für den Bereich Baseler Platz nicht ab“, sagte Frank Nagel. Auch wenn die Planung nicht lustig sei. „Wenn sie in zehn Jahren noch funktioniert, sind wir froh.“

Geplante Bauzeit von 2029 bis 2032

Die Straßenbahn soll im Zeitraum von 2029 bis 2032 gebaut werden. Die Strecke wird circa 2,5 Kilometer lang. Vorgesehen sind sechs Stationen, vom Baseler Platz entlang der Gutleutstraße. Die Arbeitstitel: Werftstraße, Zanderstraße, Camberger Straße, Sommerhoffpark, Wurzelsiedlung, Briefzentrum. Die größte Änderung ist die Verkehrsführung am Baseler Platz. Derzeit fahren hier Autos im Kreis. Künftig werden es Straßenbahnen in einem Ringverkehr sein. Der Grünbereich des Baseler Platz wird etwas größer und rückt an die Häuser entlang der Stuttgarter Straße heran. Traffiq verwies auf ein Foto von 1927, das ein dreieckiges Gebäude zeigt, wo nun der Baseler Platz ist. Eine Freiraumplanung soll weitere Ideen für die Gestaltung des Platzes liefern. Bürger sollen danach ihre Favoriten benennen. Nach dem Votum im Mobilitätsausschuss muss die Stadtverordnetenversammlung das Projekt am 11. Dezember noch absegnen.